Birgit Fuß

Sterben darfst du aber nicht

Bericht

Eine Musikjournalistin lernt mit 43 Jahren einen Mann kennen, per E-Mail. Beide wissen, dass es Liebe ist, bevor sie sich zum ersten Mal sehen. Nach einem unfassbar glücklichen Jahr stirbt er in ihren Armen. Um nicht verrückt zu werden, beginnt sie über ihre gemeinsame Geschichte zu schreiben.

12,99 25,00 

25,00  Hardcover

224 Seiten

ISBN 978-3-948631-41-3
12,99  E-Book
ISBN 978-3-948631-42-0
E-Book
Hardcover

224 Seiten

13. November / 22. November 2023

„Es ist eine berührende Lebens- und Liebesgeschichte, verrückt, voller Hoffnung, romantisch, traurig, wild. … Fuß nimmt die Lesenden auf den Weg ihrer Trauer mit, macht die Türen auf, zeigt ihre Trauer, statt sie zu verstecken. … Ihr Bericht fordert. Er ist ehrlich, kompromisslos und zugleich weich und empathisch, ein Hinsehen und Bei-sich-Bleiben, Aushalten und Weitermachen.“
taz, Michaela Maria Müller

„Birgit Fuß berichtet schonungslos wahrhaftig von von dem, was sie erleben musste, und davon, dass der Tod nicht das Ende ist.“
BRIGITTE

„Das Buch von Birgit Fuß ist auf den ersten Blick traurig, da es von einem Abschied handelt. Es erzählt aber auch vom Leben und ganz viel von Liebe, und wie gut es ist, das Leben auszukosten, intensiv im Moment zu sein, auch wenn es traurige Momente sind.“
7 Tage 1 Song, Podcast

„Bewegender Abschied von der großen Liebe: Birgit Fuß schreibt über diese Zeit mit einer kompromisslosen Klarheit, die nur eine existenzielle Krise hervorbringen kann.“
Fabian Peltsch, musikexpress

„Es ist ein eindringliches Buch über den Verlust eines Menschen, der geliebt wurde. Und ein schönes dazu: Auf dem Cover steht der Fuchs in einer Gras- und Wasserlandschaft. Sein Blick richtet sich auf etwas außerhalb des Bildausschnitts, und dahin folgt man ihm.
Offenherzig schildert Birgit Fuß die Momente, in denen sich ihr Leben schlagartig veränderte, den Moment der Liebe, den Moment des Todes. Eigentlich sei das nicht vermittelbar, schreibt sie. Es geschieht „jenseits aller Worte“. Aber die Linienführung ihrer Schilderung schraffiert das Unsagbare. Sie nimmt einen mit von der Zweisamkeit, die zuerst über eine E-Mail-Korrespondenz erfahren wird, bis zu dem Abschied und Übergang in den Alltag. ,Wohin geht die Liebe, wenn der Geliebte tot ist?‘, fragt sich Fuß. Sie bleibt. Ebenso wie Trauer und Schmerz.“
Ulrike Mattern, Die Kirche

„417 Tage, warum der Tod gegen die Liebe keine Chance hat und der Weg der Trauer: Der Bericht einer Frau, deren Geliebter nach nur einem Jahr an Krebs verstirbt. Stark.“
Katia Schwingshandl, Buchkultur

„Das Buch ist von einer dringlichen Ehrlichkeit, mit der nur die ganz großen Popsongs geschrieben werden – die im Hintergrund alle mitlaufen. Einem Genre ist dieses Buch nicht zuzuordnen. Das gehört zu seinen Stärken, verleiht ihm seine Wucht. Es nimmt sich selbst und das Leben beim Wort. Und spendet deshalb Trost.“
Arno Frank, Der Spiegel

„Ist es die kurze Zeit des Zusammenseins bis zum tragischen Tod ihres Partners, der die Liebesgeschichte von Fuß so intensiv macht? Für mich ist es die Stärke von Fuß‘ Geschichte, dass sie solche Fragen irrelevant werden lässt. Ihre Geschichte und ihr Liebe sind absolut. Es ist egal, was ich selbst über Beziehungen, Liebe und Verbundenheit denke. Es ist ganz allein die Geschichte von Birgit und Philip. Von diesen zwei Menschen, so unglaublich besonders und einzigartig und so wunderbar für einander passend. Fuß schenkt mir diese Geschichte in einer unglaublichen Offenheit und Großzügigikeit, teilt dieses Juwel dieser kostbaren und wertvollen Augenblicke des Todes von Philip mit mir. Auch ihren individuellen Weg durch die Trauer beschreibt Fuß ehrlich und authentisch. Phillips Tod ist nicht das Ende ihrer eigenen Geschichte. Noch lange nicht. Mittlerweile arbeitet Fuß nicht nur als Autorin, sondern auch als Trauer- und Sterbebegleiterin. Ihr Nachwort, das sie 6 Jahre nach dem Tod von Philip schreibt, finde ich tröstlich und ermutigend.“
Dano Senger, Lust auf Literatur

„Mich hat begeistert, wie dringlich und unbedingt du eure Liebe in Worte gefasst hast, ohne dass es kitschig klingt. Ich war wirklich sehr ergriffen, weil man nicht will, dass eine Liebe so schnell und vor allem nicht so zu Ende geht. Von dieser Liebe zu lesen, war aufregend und aufwühlend. Dann ist die eine noch da, und der andere plötzlich tot. Und es steht aber ja in deinem Buch: Gegen die Liebe hat der Tod keine Chance.“
Christiane Falk, radio eins

„Es ist ein Bericht über eine wunderbare Liebe, über teils körperlich schmerzhafte Trauer und Sehnsucht nach dem Geliebten und das Lernen mit dieser Erfahrung zu leben. Mich haben Birgit Fuß‘ Zeilen tief berührt. So sehr, dass ich das Buch gelegentlich unterbrechen musste, weil ich geweint habe. Denn in den Zeilen steckt nicht nur Traurigkeit, sondern greifbare Liebe, Dankbarkeit und Stärke. Dieses Buch ist eine Herzensempfehlung, denn wir alle verlieren früher oder später geliebte Menschen um uns herum. Birgits Erfahrung kann sehr inspirierend sein.“
Erlesen und genäht

„Mit dem wildweichen Pathos eines Springsteen- oder U2-Songs erzählt Birgit Fuß mit offenem Visier und wundem Herzen von dieser überlegensgroßen Liebe bis hin zu den letzten 37 Stunden im Krankenhaus. Heute ist sie ausgebildete Trauerbegleiterin. Einmal fragt Birgit Philip, ob beide anfangen sollten, wieder vernünftig zu sein: ,Sag bitte nein.‘ Und er sagt es. ,Nein.‘ 210-mal hintereinander.“
Erik Heier, Tip Berlin

„Erst denkt man nur, dass man niemandem wünscht, so eine Geschichte erleben zu müssen. Dann liest man und liest man, und plötzlich passiert etwas ganz Wunderbares: Man wird unmittelbar Zeug:in davon, wie eine große Liebe sich aus Raum und Zeit herausschält und bleibt.“
Tom Liwa

„Ein Bericht über ein Schicksalsjahr, aufrichtig und intensiv. Birgit Fuß lässt uns teilhaben an ihrer tragischen (und verrückten) Geschichte.“
Campino

Gespräch mit Birgit Fuß im Saarländischen Rundfunk

Inhalt: Liebe, Leben, Sehnsucht

Ein berührender Erfahrungsbericht, voll schonungslos offen gelegter Wunden, präzise beschriebener emotionaler Fallen und letztlich tröstlicher Erkenntnisse für alle auf der Suche nach einem Sinn jenseits von Durchhalteklischees. Was Liebe wirklich bedeutet, warum Sex keine Nebensache ist, welche Freundschaften guttun und wie sich die eine oder andere zusätzliche Verletzung in all dem Chaos, das ein solcher Verlust mit sich bringt, vermeiden lässt – darum geht es hier. Und um Dankbarkeit und Verbundenheit. Gegen die Liebe hat der Tod nämlich gar keine Chance.

Lesungen

  • Montag, 20. November 2023, Posh Teckel, Pflügerstr. 4, 12047 Berlin, 20 Uhr, Eintritt: 5 EUR
  • Donnerstag, 18. Januar 2024, Fährhaus, Bestattungsinstitut, Dieffenbachstr. 19, 10967 Berlin-Kreuzberg, 18 Uhr
  • Donnerstag, 8. Februar 2024, Literaturforum im Brechthaus, Krawalle & Liebe, Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte
  • Donnerstag, 14. März 2024, Buchhandlung Mertiny & Sohn, Rüdesheimer Str. 2, 14197 Berlin-Wilmersdorf, Tickets im Vorverkauf hier.
  • Donnerstag, 16. Mai 2024, mit Max Gösche (Musik), Trauerwerkstatt, Schloßstraße 128, 12163 Berlin
  • Mittwoch, 19. Juni 2024, trauerraum, Brunnenstr. 15/16, 28203 Bremen, 18.30 Uhr
  • Donnerstag, 12. September 2024, Hammer Weine, Hamburg – mit Tom Liwa (Musik)
  • Freitag, 13. September 2024, Alter Gemeindesaal der Christuskirche, Grevenbroich – mit Tom Liwa (Musik)
  • Samstag, 14. September 2024, HenrichS, Bibertal/Rüthen – mit Tom Liwa (Musik) (https://kulturring-ruethen.de)
  • Dienstag, 8. Oktober 2024, plan b., Regensburg – mit Tom Liwa (Musik) (https://planb-bestattungen.de)
  • Mittwoch, 9. Oktober 2024, OKH, Vöcklabruck/Österreich – mit Tom Liwa (Musik) (https://www.okh.or.at)

Playlist zum Buch

417 Tage und eine Ewigkeit

Am ersten Januar zu wissen, dass dies das Jahr wird, in dem der Geliebte stirbt: unerträglich. Acht Tage später seinen Kopf in den Händen zu halten, während er zum letzten Mal atmet: unvorstellbar.

Zwei Adjektive zu viel. Er mochte keine Adjektive, und doch hat er ziemlich oft das Wort „unfassbar“ verwendet im Jahr davor, dem einzigen Jahr, das wir gemeinsam hatten. Ein wildes Jahr, das so viel mehr war als zwölf, dreizehn, vierzehn Monate. Fast wie ein ganzes Leben. Geht das? Mir kommt es so vor, denn ich war noch nie jemandem so schnell so nah, und bis heute kann ich nicht ganz begreifen, wie es dazu kam, was dann passierte und wieso es so bald vorbei sein musste.

„Liebst du mich?“ Wer stellt denn so eine Frage? Per SMS. Einer Frau, der er bisher noch nicht einmal die Hand gegeben hat. Mit der er „nur“ wochenlang geschrieben hat, alles voneinander erzählt und mehr. Und wer antwortet sofort, weil es keinen Zweifel gibt: „Ja, ich liebe dich“? Zwei Verrückte wohl. Hier ist also die Geschichte von zwei Verrückten. Innerhalb von einem Jahr hat dieser Mann, der immer die besten Fragen stellte, zweimal mein Leben verändert. Einmal, als er mich wachküsste. Und dann noch einmal, als er in meinen Armen starb.

(…)

Auszug lesen

Die Autorin

Birgit Fuß, 1972 in Fürstenfeldbruck geboren, fing 1993 bei der Hamburger Morgenpost an zu schreiben, ist seit 23 Jahren Redakteurin bei der deutschen Ausgabe des ROLLING STONE und hat Bruce Springsteen, Bono, Sting, Patti Smith und mehr als 400 andere interessante Menschen interviewt. Sie arbeitet auch als Sterbe- und Trauerbegleiterin. Im Mai 2021 erschien ihr Buch 100 Seiten: Jim Morrison, im März 2022 100 Seiten: Die Toten Hosen im Reclam-Verlag, im April 2023 R.E.M. – Life And How To Live it beim Reiffer-Verlag. Nach London, Hamburg und München lebt sie momentan in Berlin. Sterben darfst du aber nicht ist ihr Debüt bei mikrotext. Mehr unter birgitfuss.de.

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