Mely Kiyak
Gute Momente

Ich hoffe auf Zeichen, Erkenntnis, irgendwas. Aber hier fährt nur die Straßenreinigungsmaschine auf und ab.
12,99 € – 25,00 €
„Von einer Tiefe, mit einer Pracht – das darf man wirklich nicht verpassen. Keine Empfehlung. Ein Befehl!“
Milo Rau, SRF Literaturclub
„Mely Kiyak erzählt über schönes Alltägliches und kritisiert das gesellschaftlich-politische Klima. Sie prangert miserable Sozialpolitik an. Und zu ihrer kritischen Auseinandersetzung mit dem Aufstieg von Faschist*innen und Rassist*innen gehört auch, trotzig zum Widerstand aufzurufen. Mely Kiyak verfällt weder in naiven Optimismus noch in Resignation. Mit einem scharfen Blick arbeitet sie Stereotype heraus und sich an ihnen ab.“
Maike Huber, Missy Magazine
„Im Windschatten von Mely Kiyaks eindringlicher Sprache und ihrem empathischen Blick auf die Menschen wünschte ich, dass der Spaziergang durch dieses geliebte, hässliche, kantige und unendlich schöne Berlin nie enden möge.“
Buchhandlung Dante Connection
„Das Besondere an den Geschichten ist schließlich der unnachahmliche Sound der Texte; er ist lebendig und unterhaltsam und erinnert an einen Fisch, der gegen den Strom schwimmt. Dabei schweift die Autorin niemals ins Belanglose oder Banale ab, denn die Geschichten sind tiefgründig und zeugen von Mely Kiyak und ihrem unnachahmlichen Talent als Publizistin: Ihr geht es darum, wovon sie schreibt: Mely Kiyak stellt sich auf die Seite der Betroffenen, sie selbst aber entzieht sich der Verhärtung, sie driftet nicht in Zynismus ab, sondern besingt die Schönheit des Lebens.“
Katja Hölzl, Tyrolia Buchtipps
„Nach dem Lesen dieses Buches kann man selbst auch einmal wieder über die
eigene Liebe zum Leben nachdenken und sprechen.“
Susanne Bader, Wetzsteinpost, Buchhandlung zum Wetzstein
Inhalt
Mely Kiyak spaziert aufmerksam durch die Zeit. Mit unnachahmlich gewitzter Stimme und poetischem Blick begegnet sie dem Leben und schreibt mit: Gespräche mit Handwerkern, Freude in der Philharmonie, große Lust auf Landschaft, Lyrik und andere Lektüren. Auch Veränderungen im gesellschaftlichen Klima nimmt sie wahr, ohne zu beschönigen – und bleibt ihrem Schreibauftrag immer treu. Nicht verzagen, nicht verhärten. Gute Momente sind eine fabelhafte Hymne auf den Alltag und ein großes Lob der Menschlichkeit.
Die Toten und die Lebenden zählen und feststellen, die Allerwichtigsten leben noch, die Zweitwichtigsten sind zwar schon tot, aber langsam wird’s okay.
Und dann sah ich noch Birken und Trauerweiden und Eichen. Aber die Birken sind die schönsten.
Die Zeitung lesen, den Groll beiseiteschieben.
Die Zeitung lesen, erkennen, dass die Demagogen siegen, und darüber schweigen können.
Das Innere beisammenhalten und wissen, dass es eine Lebenspracht gibt, die zu erkennen man wollen muss. Ich will.